Wie funktioniert der Sinuslift?

04.03.2014


Beim Sinuslift handelt es sich um eine spezielle Operationsmethode in der Kieferchirurgie. Der Sinuslift wird angewandt, um den knöchernen Kieferhöhlenboden (Sinus maxillaris) zu verstärken und ist somit eine von mehreren Methoden zum Kieferaufbau im Oberkiefer.

Der Sinusboden ist eine dünne Knochenplatte und trennt Kieferhöhle von der Mundhöhle. Dort befinden sich die Zahnwurzeln der kleinen und großen Seiten- oder Backenzähne. Mit dem Verlust eines oder mehrerer Backenzähne geht auch die interne Kaukraftbelastung des Knochens verloren. Folglich kommt es zu Knochenschwund (Atrophie) und die Dicke des Sinusbodens nimmt deutlich ab. Ist dieser schließlich so dünn geworden, dass nicht mehr genügend Platz für Zahnimplantate vorhanden ist, sorgt die Sinusbodenelevation (Sinuslift) für ausreichendes Knochenvolumen.

Der Sinus-Lift in der Oralchirurgie

Grundsätzlich unterscheiden wir in der Kieferchirurgie zwei Verfahren zur Augmentation des Kieferhöhlenbodens:

  • interner Sinuslift
  • externer Sinuslift

Beim internen Sinuslift handelt es sich um eine minimalinvasive Operation. Ziel ist eine geringere Anhebung des Sinusbodens mit nur einem Zugang durch den Implantat Bohrkanal. Bei diesem Eingriff muss also kein zweiter Operationsbereich eröffnet werden.

Um eine umfangreichere Elevation des Kieferhöhlenbodens mit einem seitlichen Zugang zu erreichen, nutzen wir die minimalinvasive externe Sinuslift Operation. Auf diese Weise können wir das vertikale Knochenangebot für die anschließende Zahnimplantation optimal verbessern.

Je nachdem, wie viele Sitzungen für eine Sinuslift OP benötigt werden, unterscheidet man:

  • Einzeitiger Sinuslift
  • Zweizeitiger Sinuslift

Einzeitiger Sinuslift

Bei dieser Form der Sinus-Lift Operation ist noch genügend Restknochenhöhe vorhanden und wir können das Implantat zur gleichen Zeit mit dem Knochenaufbau in den Sinusboden einsetzen.

Zweizeitiger Sinuslift

In diesem Fall ist zu wenig Restknochenhöhe vorhanden, um ein Zahnimplantat stabil im Knochen zu verankern. Folglich müssen wir in einer ersten Sitzung die Kieferhöhle extern verdicken. Über einen seitlichen Kieferhöhlenzugang (seitlicher Sinuslift) wird das Knochengemisch eingebracht, das entstandene Fenster anschließend abgedeckt und das Zahnfleisch vernäht.

Der zweite Eingriff erfolgt ungefähr 4-8 Monate später. Das Implantat kann nun in den neu gebildeten Knochen eingesetzt werden.

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